Samstag, 28. April 2007

Vergiftete Geschenke - wie die EU Afrika in die Armut treibt

Ich habe meinen Blog diese Woche schon geschrieben, doch am Samstag Abend habe ich per Zufall Spiegel TV Spezial geschaut, bis es mir fast übel wurde und ich den Fernseher abschalten musste. Wie mein Titel schon sagt, ging es darum, dass die EU (und indirekt auch die Schweiz) mit ihren Subventionen dafür sorgen, dass die Menschen in Afrika immer ärmer werden. Konkret ging es um die Fischbestände vor Senegal. Spanische Grossfischerei-Betriebe haben sich Fangrechte bei der senegalesischen Regierung gekauft. Die grossen Fischkutter mit ihren neuesten Maschinen fangen so viele Fische, dass es nun im Atlantik vor Senegal fast keine mehr gibt. Die einheimischen Fischer bleiben dabei auf der Strecke, da sie mit ihren Methoden fast keine Fische mehr fangen. Für Senegal bedeutet dies noch mehr Armut. Fisch ist ein Hauptnahrungsmittel, das nun über die EU eingeführt werden muss. Die EU produziert Nahrungsmittel "en masse" und füttert mit ihren Produkten Afrika. Diese müssen für ihre Nahrungsmittel jedoch bezahlen. Doch woher soll das Geld kommen, wenn sie ihren Beruf z.B. als Fischer nicht mehr ausüben können, da ihnen die Europäer alles wegnehmen? Ähnlich geht es mit den Kleidern weiter. Die Rohstoffe für unsere Baumwollkleider kommen vielfach aus Afrika. Welche Kleider kommen aber am Schluss nach Afrika zurück? Nur diejenigen, die wir Europäer nicht mehr tragen wollen.!!!!!!!!!
Wie schon erwähnt, ich musste nach ca. 45 Minuten den Fernseher abschalten, da ich diese Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konnte. Ich habe mich nun schon x-mal gefragt, was wir wohl dagegen tun können. Ich fühle mich ohnmächtig, gegenüber dieser Konsumgesellschaft, die keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Wo führt das alles hin? All diese Subventionierungen klingen zuerst nicht schlecht. Doch was steckt wirklich dahinter? Diese Länder in Afrika werden von der EU subventioniert, doch was nützt es ihnen, wenn sie dennoch immer ärmer und ärmer werden? Und woher kommt das Gefühl der Europäer, dass wir besser sind als die Menschen in Afrika? Jeder der das liest, denkt nun, aber ich denke sicher nicht so. Überlegen wir doch noch kurz: Welche Kleider schicken wir nach Afrika? Welche Spielsachen geben wir fort? Welche Nahrungsmittel kommen nach Afrika? Ist es nicht so, dass wir nur die Kleider weggeben, die wir nicht mehr tragen, die zu alt, unmodisch oder einfach nicht mehr schön sind? Meistens geben wir nur die Spielsachen weg, die wir doppelt haben oder die wir nicht mehr brauchen, aus welchen Gründen auch immer.
Ich bin im Moment ziemlich aufgewühlt. Ich möchte gerne etwas ändern, doch wo anfangen, wie vorgehen? Ich muss wohl lernen, ohne Antworten auf meine Fragen zu leben. Dennoch habe ich ein verdammt schlechtes Gewissen, in Europa, in der Schweiz zu leben, so weit entfernt von all diesen Problemen, die irgendwann meine werden.

Kühe und Nachhaltige Entwicklung

Dieser Wochenimpuls erinnert mich an einen Fernsehbeitrag, den ich letzte Woche gesehen habe. Es ging dabei um die natürliche Methangasausstossung von Kühen. Ich muss ehrlich sagen, dass mich diese Reportage zum Schmunzeln brachte und doch muss ich je länger ich darüber nachdenke sagen, dass dies weitreichende Folgen haben kann.
Einerseits hätte ich nie gedacht, dass Kühe mit ihrer Methangasausstossung, das etwas ganz Natürliches ist, in der Umwelt ähnliches bewirken kann, wie wir mit der CO2-Ausstossung der Autos. Spannend in diesem Zusammenhang fand ich eine Forschung deren Ziel es ist durch gezielte Ernährung die Methangasausstossung zu mindern.
Ein weiterer Aspekt hängt eng mit unserem Blogthema „Ernährung - hier und da“ zusammen. In Drittweltländern wird dem Konsum von Fleisch eine beträchtliche Steigerung vorausgesagt. Einerseits mangelt es aber an Wasser und andererseits würde mehr Fleisch auch automatisch mehr Kühe bedeuten und somit auch eine entsprechend erhöhte Methangasproduktion. Daher wird wird nach Wegen gesucht, um der Nachfrage gerecht zu werden und trotzdem ein Auge auf die Umwelt zu werfen. Daher werden Kühe gezüchtet, die Fleisch- und Milchvieh zugleich sind. Also einerseits kräftig sind, aber auch gute Milchproduzenten sind.
Ich kann hierbei nicht richtig abschätzen, welchen Einfluss das Methangas auf unsere Umwelt hat im Vergleich zum CO2-Aussstoss, für welchen wir jeden Tag mehr oder weniger direkt verantwortlich sind. Und doch muss ich sagen, dass ich dies einen guten Ansatz finde. Denn auch mit kleinen Schritten kommt man irgendwann zum Ziel…

Freitag, 27. April 2007

Zynische Bemerkungen zur Nachhaltigen Entwicklung in den Medien

Es war mir diese Woche nicht möglich, die Berichte in den Zeitungen und Medien zu verfolgen. Im Radio DRS 3 um 10 vor 2 kamen etwas überspitzte und zynische Bemerkungen über das Thema Nachhaltige Entwicklung. Sie machten sich lustig über die aktuelle CO2-Abgas-Diskussion. Ich habe mir dann überlegt, warum sie sich gerade darüber lustig machen. Ich denke, im Moment werden wir mit solchen Nachrichten einfach bombardiert. Überall sehen und hören wir die Schlagzeilen, die nichts Gutes zu berichten haben. Denn eigentlich sind die meisten Berichte über Nachhaltige Entwicklung negativ. Ich möchte manchmal einfach nichts mehr darüber erfahren. Die negativen Fakten und Trends für die Zukunft werden laut und übertrieben in die Welt posaunt. Doch was nützen uns all diese Tatsachen, wenn wir nicht wissen oder nicht einsehen können, was wir ändern sollten? Bei all dieser Medienflut fühle ich mich oft überfordert. Natürlich möchte man etwas für eine nachhaltige Zukunft machen, aber wie? Und wo soll man anfangen? Ich kann es deshalb ein wenig nachvollziehen, dass sie sich im Radio etwas darüber lustig machen. Es herrscht nahezu Panik, wenn man die einzelnen Berichte hört oder sieht, aber trotzdem macht ändert niemand etwas. Was ich bräuchte, wären konkrete Vorschläge, wie man auch im Kleinen nachhaltige Zukunft betreiben kann. Vielleicht bin ich die einzige, der es so geht. Wer weiss.

Medienberichte über die nachhaltige Zukunft in der Ernährung habe ich schon lange nicht mehr gehört oder gelesen. Mich hat letzthin eine Nachricht erschreckt, die ich kaum glauben konnte. Wir sind gegen immer mehr Medikamente immun. Wie kommt das? Forscher haben herausgefunden, dass es sogar in der Nahrung und im Wasser Spuren von Medikamenten hat, die nachgewiesen werden können. Ich finde dies erschreckend. Ohne dass ich es weiss, nehme ich wahrscheinlich täglich kleinste Mengen davon ein, sei dies übers Wasser oder über Nahrungsmittel. Unsere Forschung wird immer besser. Wir können schlimme Erkrankungen mit Medikamenten heilen. Doch zu welchem Peis? Wenn solche Nahrungsmittel Spuren von Medikamenten enthalten, wo werden wir in ein paar Jahren sein? Medikamente sind alles andere als gesund. Dennoch können sie bei bestimmten Krankheiten helfen. Nehmen wir aber immerzu Medikamente auf, ohne dies zu wissen, kann sich dies vielleicht auch auf unseren Körper auswirken. Obwohl ich sehr darauf achte, Bioprodukte zu kaufen, glaube ich nicht, dass ich davon verschont bin. Wann begreifen wir endlich, dass wir der Natur - unserer Nahrungsquelle - Sorge tragen müssen?

Mittwoch, 25. April 2007

NE in den Medien

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich mich bis anhin wenig mit Nachhaltiger Entwicklung befasst habe. Ich war nicht sensibilisiert auf das Thema und habe mich mit Beiträgen der Medien nicht sehr stark auseinander gesetzt.
Ich bin überzeugt, dass in den Medien einige Aspekte nachhaltiger Entwicklung thematisiert werden, aber man muss eben auch hinschauen…

Zu unserem Thema Ernährung konnte ich einen spannenden Beitrag verfolgen, bei dem es um die Verwertung von Essensresten zur Herstellung von erneuerbarer Energie ging. Wie das genau funktioniert kann ich nicht erklären, aber auf jeden Fall wird aus Essensresten von Restaurants und verdorbenem Gemüse aus Coop-Filialen Energie produziert.
Dieser Beitrag zeigte mir, dass es einige Leute gibt, die sich um erneuerbare Energie bemühen, anstatt von den schwindenden Ressourcen zu leben. Leider zeigte er gleichzeitig auch, dass dies eine sehr kleine Minderheit ist. Die meisten Menschen verbrauchen immer noch die nicht erneuerbaren Ressourcen obwohl es andere Möglichkeiten gäbe…

Ich glaube es sind viele ähnliche Projekte am laufen, viele Leute haben Visionen und Änderungsvorschläge, es ist jedoch ein grosser Schritt, die Gesellschaft von solchen Ideen zu überzeugen…

Wärme und Ozon wie im Sommer

Kein Regen und hohe Temperaturen prägen die momentane Wetterlage in der Schweiz. Die April-Temperaturen liegen fünf Grad über dem Durchschnittswert. Die Menschen können das schöne warme Wetter geniessen, doch leider hat es auch seine Schattenseiten: die Ozonwerte. Sie steigen und auch die Feinstaubbelastung nimmt zu. Nun schlagen die Grünen vor, eine Temporeduktion zu lancieren, um die Ozon- und die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Besonders der Individualverkehr muss reduziert werden, um die Umwelt zu retten. Die SVP ist da etwas anderer Meinung. Für Nationalrat Ulrich Giezendanner ist klar, dass die Grünen mit dieser Forderung nur Stimmen für den Wahlkampf gewinnen möchten. Es sei klar, dass eine Temporeduktion gegen das Feinstaubproblem nichts bringe. Das habe man im letzten Winter schon erkennen können.

Diesen Artikel habe ich nun anhand des Nachhaltigkeitsdreiecks reflektiert.

Ökologische Dimension:
Den Grünen ist bewusst, dass wir mit dieser Wettersituation, die wir momentan haben, nicht so weiter leben können, wie bis anhin, sondern etwas an unserem Verhalten ändern müssen. Die hohen Ozon- und Feinstaubwerte belasten unsere Gesundheit und machen uns zu schaffen. Das Ökosystem muss aufrecht erhalten bleiben und die Ozonwerte sollen konstant bleiben. Sie sehen eine Lösung darin, dass man die Tempos auf den Strassen reduziert, damit weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Soziale Dimension:
Wenn wir so weiter leben, haben die zukünftigen Generationen noch mehr Probleme. Die Grünen appellieren an den Solidaritätsgedanken zwischen den Generationen, dass man auch an die nächste Generation denken muss.

Ökonomische Dimension:
Die hohen Temperaturen haben einen Einfluss auf die Wirtschaft. Besonders die Landwirtschaft leidet unter dem heissen Wetter, da sich ihre Erträge, durch geringeres Wachstum, veringern.

Zu unserem Blogthema Ernährung - hier und überall:
Die Produktion der Nahrungsmittel leidet auch unter dem heissen Wetter. Durch die hohen Temperaturen gehen die Erträge zurück. Wegen der Trockenheit wächst weniger und somit kann weniger geerntet werden.

Dienstag, 24. April 2007

Fischzucht

In der NZZ am Sonntag (22. April 2007) habe ich einen interessanten Artikel gefunden. Der Titel lautet „Verspätete Revolution im Wasser“. Für immer mehr Fischer, ob auf dem See oder Meer, ist es ein Geduldsspiel geworden Fische zu fangen. Obwohl immer modernere Techniken wie das Sonar eingesetzt werden, stagniert der weltweite Fischfang. Die Fangmengen sind daher noch nicht eingebrochen, aber es droht die Überfischung.
Nun erlebt die kontrollierte Fischaufzucht in Aquakulturen einen enormen Aufschwung. Da der Fischfang stagniert, die Nachfrage aber steigt, gibt es fast keine andere Möglichkeit. Rund fünfzig Prozent des von Menschen verzerrten Fisches stammt heute aus Fischfarmen.
Zur Fütterung der Fische verzichten Aquakulturen heute meist auf wilde Fische, sondern steigen auf Soja um. Das Ziel ist, hier ebenfalls auf gezüchtete Pflanzen und Fische umzusteigen. Die Aquakulturen helfen die Hochseefischerei zu reduzieren und nützen damit der Artenvielfalt.

Die kontrollierte Fischzucht hat also einen positiven Einfluss auf die ökologische und ökonomische Dimension. Auf der ökologischen Ebene wird verhindert, dass die Meere und Seen noch weiter Übernutzt werden und sie tragen zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Auf der ökonomischen Ebene ist das Projekt langfristig angelegt, es hat Zukunft, da der Verzehr von Fisch ständig steigt und es ist ein Bereich mit enormem Wachstumspotenzial, wie man es sonst nur von der Computerbranche her kennt.

Der Fisch ist ein grundlegendes Nahrungsmittel. Durch Fischzucht gibt es eine Möglichkeit, die steigende Nachfrage nach Fisch zu stillen. Der Kauf von Fisch bleibt somit für alle Leute erschwinglich. Der Fisch hat ausserdem im Gegensatz zu den Nutztieren den Vorteil, dass er keine Krankheiserreger auf den Menschen überträgt. Ich bin froh, dass es eine Möglichkeit gibt, den Gewässern eine Regenerationszeit zu geben.

Danke für die Einladung

Liebe Gruppe Ernährung - hier und überall

Die Einladung hat funktioniert. Nun kann ich mich ab und zu auch bei Ihnen auch zu Wort melden. Unterdessen verfolge ich Ihre Beiträge mit Spannung und Interesse.

Freundliche Grüsse

Rufer E.

Freitag, 20. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meinem Alltag

Betrachte ich meinen Alltag, so bin ich nicht so sicher, wie nachhaltig mein Verhalten ist? Ich denke mir jedoch, dass jeder und jede von uns diesbezüglich so ihre Laster hat, oder? Das Ausmerzen der kleinen Fehltritte, sind meiner Meinung nach etwas, das viel Disziplin braucht, bis das “bessere” Verhalten automatisiert ist. Trotz meiner anfänglichen Vorbehalte gegenüber diesem Weblog, denke ich, ist das Anregen zur Diskussion bereits ein erster Schritt. Denn wer sich keine Gedanken macht, ändert sein / ihr Verhalten nicht.

Aber betrachte ich doch einmal ein Teil meines Verhaltens:
Die Abfalltrennung ist mir für mich etwas, das ich fast automatisch ausführe. Als Kind habe ich jeweils geflucht, wenn wieder unsere so genannten “Gartentage” bevorstanden. Ich sah den Sinn hinter dem Kompostieren nicht. Es war einfach mühsam… Doch heute finde ich es sehr sinnvoll. Ab und zu ertappe ich mich dabei, wie ich gerne einfach alle Abfälle in den Mülleimer werfen würde. Doch eigentlich liegen die Behälter fürs Altglas, Altpapier, Alu,… nur drei Schritte daneben. Also mache ich diese in den meisten Fällen auch…


Im Gegensatz zur Abfalltrennung fällt mir das Sparen von Strom schwerer. Gerade vorhin habe ich meine Nachttischlampe ausgeschaltet, die ich eigentlich nicht mehr gebraucht hätte. Mein Freund lässt in seinem Zimmer praktisch alle Verbindungen zum Strom über Steckleisten laufen, die er nachts ausschaltet. Da kann einiges gespart werden, denn viele elektronische Geräte verbrauchen auch noch im Standby-Modus einiges an Strom. Vor allem, wenn man bedenkt wie viele Geräte heutzutage in unseren Räumen stehen. Das summiert sich…

Das sind nur zwei kleine Bereiche meines Alltags. Aber es hat mich angeregt, genauer hinzuschauen... Mal schauen, was die kommenden Wochen noch so bringen????

Mittwoch, 18. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld

Nachhaltige Entwicklung habe ich vor kurzem sehr direkt erlebt, als meine Eltern beschlossen, die uralte Ölheizung mit einer modernen Wärmepumpe zu ersetzen. Es war relativ aufwändig und unser Garten hat ziemlich darunter gelitten (es mussten zwei 140m tiefe Löcher gebohrt werden) . Ich bin jedoch sehr froh, dass meine Eltern sich zu diesem Schritt entschlossen haben und etwas zur Verbesserung der Umwelt beigetragen haben. Es war mehr oder weniger ein Experiment, als sie sich dazu entschlossen haben, da es noch wenige längerfristige Daten und Auswertungen dazu gibt. Nun haben wir dieses Heizsystem seit ca. 1 Jahr und sind mehr als zufrieden. Alles läuft perfekt, Was will man mehr?
Defizite entdecke ich bei mir persönlich vor allem in der Abfallentsorgung. Ort muss es bei mir ziemlich schnell gehen und ich habe keine Zeit oder denke gerade nicht dran, den Abfall zu sortieren. Ich habe nun angefangen, den Bio-Abfall zu trennen und ihn auf den Kompost zu tun. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch es ist noch ein langer Weg bis zum Ziel! Ich habe mir fest vorgenommen, dies etwas konsequenter zu machen.
Nachhaltige Entwicklung in der Ernährung
Ich selber achte oft (leider nicht immer) darauf, dass ich Produkte aus biologischem Anbau kaufe und unterstütze Produkte von Max Havelaar sehr, obwohl sie oft teurer sind. Ich denke, die Gesellschaft ist beim Thema Ernährung ziemlich gespalten. Viele Menschen müssen auf ihr Budget achten und können sich die etwas teureren Bio-Produkte (vermeindlich) nicht leisten. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Viele würden Bio-Produkte gern unterstützen, wenn sie nicht teurer und gleich gut schmecken. Auch McDonalds hat das Problem erkannt. In der Werbung geht es heute oft um den Biologischen Anbau von Salat und anderen Produkten. Auf diese Weise wird für Fast-Food geworben, der eigentlich für uns sehr ungesund ist. Da McDonalds jedoch für Bio-Produktion wirbt, übertragen dies viele Menschen auch auf andere McDonalds-Produkte, die jedoch alles andere als gesund und aus biologischem Anbau stammen.
Ich denke, in der heutigen Zeit ist es immer wichtiger, sich mit der Herkunft und Produktion der Lebensmittel auseinanderzusetzen, obwohl es immer schwieriger wird, in diesem Konsumenten-Angaben-Dschungel durchzublicken. Trotzdem: Durchhalten!!!!! :-)
Ich möchte mich weiterhin damit beschäftigen und darauf achten, dass ich gesunde Nahrungsmittel kaufe, die nicht mit Pestiziden vergiftet sind, aus einem natürlichen Anbau mit guten Bedingungen für die Arbeitnehmer stammen und auch der Saison angepasst sind (und nicht von weit her mit dem Flugzeug eingeflogen werden müssen!).
Nachhaltige Entwicklung
In der heutigen Zeit wird immer mehr darauf geachtet, dass die Lebensmittel umweltfreundlich hergestellt werden. Verschiedene Labels weisen darauf hin, wie die Herstellung verläuft, zum Beispiel die Knospe (Bioprodukt), der Marienkäfer (IP-Suisse), Naturaplan, Naturaline, Naturafarm, usw. Diese Symbole ermöglichen es uns, dass wir den Überblick behalten und wissen, woran wir uns orientieren können. Sie zeigen uns auf, wie die Lebensmittel hergestellt werden und welche Produktionsweisen umweltfreundlich sind. Indem man diese Lebensmittel, die am umweltfreundlichsten sind einkauft, unterstützt und fördert man diese Produktionsart. Doch wie viele Menschen achten wirklich darauf?
Aber auch bei Produkten, welche aus dem Ausland, speziell aus den armen Ländern stammen, arbeiten die Hersteller daran, unter guten Bedingungen zu produzieren. Ein Beispiel ist Max Havelaar. Lebensmittel unter diesem Label werden zu fairen Bedingungen hergestellt und die Arbeiter und Arbeiterinnen werden gerecht behandelt.
Und trotzdem gibt es immer noch viele Übernutzungen der Böden, da oft nur möglichst viel verdient werden möchte. An die Zukunft und die nächsten Generationen wird dabei nicht gedacht.
Ein Ziel, das in der Landwirtschaft angestrebt wird ist, eine effiziente Produktionsweise zu erreichen, indem unter optimalen Bedingungen das optimale Resultat herausgeholt wird. Wenn dies erreicht werden könnte, gäbe es vielleicht auf der Welt auch weniger hungernde Menschen, da dann genügend Nahrung produziert werden könnte.

Defizite und positive Element nachhaltiger Entwicklung

Wenn ich über das Thema nachhaltige Entwicklung nachdenke, werde ich einmal mehr daran erinnert, was für Defizite in unserer Gesellschaft, aber auch in meinem persönlichen Umfeld herrschen.
Wie oft sind wir mit dem Auto unterwegs, obwohl es nicht dringend notwendig wäre? Wie oft brennt in vielen Räumen Licht, obwohl es nicht nötig wäre? Wie viel Wasser verschwenden wir unnötigerweise? Gerade kürzlich beschwerte sich meine Mutter, ob der stetig wachsenden Stromrechnung. Wir besitzen immer mehr Geräte wie Natel, TV, Laptop, und und und, die Strom verbrauchen. Luxus, der selbstverständlich geworden ist, und auf den wir deshalb nicht mehr verzichten wollen.

Klar gibt es einige postive Aspekte, wie joy sie bereits beschrieben hat. Auch in meiner Familie ist es üblich, den Abfall zu trennen, wir besitzen einen Kompost, sammeln Petflaschen, Glas und Altmetall zur seperaten Entsorgung und bündeln Altpapier. Aber gerade beim Altpapier erscheint mir schon wieder der negative Aspekt: Warum produzieren wir überhaupt so viel Altpapier?

In Zukunft werde ich mir Mühe geben und vermehrt darauf achten, wie ich mit den mir zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehe. Ich bin zwar noch nicht ganz davon überzeugt, dass ich die negative Bilanz schlussendlich in eine positive umwandeln kann.
Aber wie sagt man so schön, alles beginnt mit dem ersten Schritt, und auch kleine Veränderungen können etwas bewirken, wenn sie sich häufen!

Nun noch zu unserem Thema Ernährung
Was ich dabei als sehr negativ erachte, sind die vielen unnötigen Verpackungsmaterialien, in denen wir Nahrungsmittel vorfinden. Daran können wir aber leider nicht viel ändern, ausser beim Einkauf in Dorfladen wie die Bäckerei und der Metzger. Meine Mutter bringt neuerdings jeweils ihre Tupperware-Behälter mit, und lässt sich Fleisch und Brot direkt darin einpacken, so braucht sie kein Verpackungsmaterial.
Auch hier eine eher negative Bilanz, aber immerhin mit der Tendenz zur Besserung! Auch wenn es wiederum nur ein kleiner Schritt ist...

Positive Entwicklung/Defizite

Wenn ich mich in meinem Umfeld mal so umschaue, dann kann ich doch einige Elemente nachhaltiger Entwicklung entdecken. Angefangen im Haushalt, fällt mir als erstes die Abfalltrennung ein. Ich kompostieren Küchenabfälle, sammeln altes Glas, PET-Flaschen, Aluminium und Stahlblech, Batterien, Zeitungen, Papier usw. In unserem Dorf wurden erst kürzlich neue Sammelbehälter aufgestellt, um die Leute wieder neu zum Sammeln zu motivieren. Ebenso kann man mit Stromsparlampen viel Energie sparen.

Defizite sehe ich, wenn wir für vieles das Auto nehmen, anstatt zu Fuss, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmittel zu gehen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Ölreserven nicht unerschöpflich sind. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir Energie und Ressourcen sinnvoll einsetzen. Ein gutes Beispiel ist die Renovierung des Wasserkraftwerkes in Krummenau an der Thur. Es ist eine Investition in erneuerbare Energie. Im Weiteren werden immer mehr Minergie- und Solarhäuser gebaut.



Wie sieht es mit der Ernährung aus?

Zu unserem Gruppenthema kommt mir in den Sinn, dass es in der Schweiz viele Produkte gibt, die ökologisch angebaut werden. Ich denke zum Beispiel an Naturaplan, Max Havelaar und andere. Es gibt einige Projekte, die in den Produktionsländern darauf achten, dass die Produzenten genügend Lohn für ihre Arbeit bekommen und keine Pestizide eingesetzt werden. Dies zum Schutz der Natur und Menschen. Das Bewusstsein für solche Produkte ist in den letzten Jahren gestiegen. Es gibt aber immer noch viel zu Tun. Manchmal frage ich mich, ob es wirklich notwendig ist, wenn im Februar oder März bereits Erdbeeren aus Spanien erhältlich sind. Könnt man nicht warten, bis die einheimischen Produkte reif sind?